Juli 16, 2025

Besuch der 11. Jahrgangsstufe der Naturwerksteinmechaniker im ehemaligen Konzentrationslager Flossenbürg: Eine eindringliche Begegnung mit der Geschichte

Am 04.07.2025 unternahm die 11. Jahrgangsstufe der Naturwerksteinmechaniker der Berufsschule Eichstätt einen bewegenden Ausflug in das ehemalige Konzentrationslager Flossenbürg.

Im Mittelpunkt der ersten Station stand der Steinbruch, in dem die Gefangenen unter unmenschlichen Bedingungen den berühmten Flossenbürger Granit abbauen mussten. Der Guide schilderte eindringlich die harte Realität: Die Häftlinge arbeiteten bei Wind und Wetter – ohne Schutzausrüstung, ohne Sicherheitsvorkehrungen und lediglich mit einer dünnen Häftlingsuniform bekleidet und mit ausrangierten Handwerkzeugen ausgestattet.
Die Auszubildenden erfuhren, wie viele Häftlinge täglich ums Überleben kämpften. Hunger, Erschöpfung und die eisige Witterung machten die körperlich extrem belastende Arbeit zu einer tödlichen Gefahr. Der Abbau des Granits war Teil der NS-Kriegsmaschinerie – Menschenleben spielten dabei keine Rolle.

Im Hauptlager wurde den Auszubildenden auf eindrucksvolle Weise deutlich, unter welchen erbarmungslosen Bedingungen die Häftlinge leben mussten. In überfüllten Baracken wurden sie auf engstem Raum „untergebracht“. Privatsphäre oder Hygiene gab es kaum. Bereits bei der Ankunft im Lager wurden viele Häftlinge stark misshandelt – eine gezielte Demütigung, die den Menschen ihre Würde nehmen sollte und der systematischen Entmenschlichung diente.

Der Besuch war nicht nur ein Blick in die Vergangenheit, sondern auch eine Mahnung für die Gegenwart: Nie wieder dürfen Menschenrechte und Würde so mit Füßen getreten werden. Für die angehenden Naturwerksteinmechaniker war es ein lehrreicher Tag – nicht rein fachlich, sondern vor allem menschlich.

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